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Atomenergie

Atomenergie

Atomenergie ist die Energie, die bei der Umwandlung von Atomkernen freigesetzt wird. Die Quelle der Atomenergie ist die innere Energie des Atomkerns.

Ein genauerer Name für Atomenergie ist Kernenergie. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Kernenergie zu erhalten:
- Durchführung einer Kernkettenreaktion der Spaltung schwerer Kerne;
- Durchführung einer thermonuklearen Reaktion zur Synthese von Lichtkernen.

Atomenergiemythen

Die weltweiten Uranreserven gehen zur Neige. Schon ein Kind weiß um die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen in unserer Zeit. In der Tat gehen viele Bodenschätze schnell zur Neige. Die Uranreserven werden derzeit als „relativ begrenzt“ eingestuft, dies ist jedoch nicht so gering. Zum Vergleich: Es gibt so viel Uran wie Zinn und 600-mal mehr als Gold. Nach vorläufigen Schätzungen von Wissenschaftlern sollten die Reserven dieses radioaktiven Metalls für die Menschheit für die nächsten 500 Jahre ausreichen. Darüber hinaus können moderne Reaktoren Thorium als Brennstoff verwenden, und ihre Weltreserven übersteigen wiederum die von Uran um das Dreifache.

Die Kernenergie wirkt sich äußerst negativ auf die Umwelt aus. Vertreter verschiedener Anti-Atom-Kampagnen behaupten häufig, dass die Kernenergie "latente Emissionen" von Gasen enthält, die sich negativ auf die Umwelt auswirken. Nach allen modernen Informationen und Berechnungen enthält die Kernenergie jedoch selbst im Vergleich zu Solar- oder Wasserkraft, die als nahezu umweltfreundlich gelten, einen relativ geringen Kohlenstoffgehalt.

Wind- und Wellenenergie sind aus ökologischer Sicht viel weniger schädlich. In Wirklichkeit werden Windparks an den wichtigsten Küstenorten gebaut oder wurden bereits gebaut, und der Bau selbst belastet die Umwelt bereits definitiv. Der Bau von Wellenstationen ist noch experimentell und seine Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht sicher bekannt. Daher ist es schwierig, sie im Vergleich zur Kernenergie als viel umweltverträglicher zu bezeichnen.

In dem Gebiet, in dem sich Kernreaktoren befinden, ist die Leukämie höher. Das Leukämieniveau bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken ist nicht höher als beispielsweise in Gebieten in der Nähe von sogenannten Biobetrieben. Das Gebiet der Ausbreitung dieser Krankheit kann sowohl das Gebiet um das Kernkraftwerk als auch den Nationalpark abdecken, der Grad der Gefahr ist absolut gleich.

Kernreaktoren erzeugen zu viel Abfall. Tatsächlich erzeugt die Kernenergie entgegen den Behauptungen von Umweltschützern nur minimale Abfallmengen. Die Erde ist überhaupt nicht mit radioaktivem Abfall gefüllt. Moderne Technologien zur Erzeugung von Atomenergie werden es ermöglichen, den Anteil der gesamten Menge an radioaktivem Abfall in den nächsten 20 bis 40 Jahren zu minimieren.

Die Kernenergie trägt zur weltweiten Verbreitung von Waffen bei. Die Zunahme der Anzahl von Kernkraftwerken wird genau zu einer Verringerung der Verbreitung von Waffen führen. Atomsprengköpfe produzieren Reaktorkraftstoff von sehr guter Qualität, und Reaktorsprengköpfe produzieren etwa 15% des weltweiten Kernbrennstoffs. Die wachsende Nachfrage nach Reaktorkraftstoff dürfte solche Sprengköpfe von potenziellen Terroristen "ablenken".

Terroristen wählen Kernreaktoren als Ziele. Nach der Tragödie vom 11. September 2001 wurde eine Reihe wissenschaftlicher Studien durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs auf kerntechnische Anlagen zu bestimmen. Die neuesten britischen Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Kernkraftwerke sogar einem Überfall auf die Boeing 767-400 durchaus standhalten können. Die neue Generation von Kernreaktoren wird mit einem verbesserten Schutzniveau gegen potenzielle Angriffe aller vorhandenen Flugzeuge ausgestattet sein. Außerdem sollen spezielle Sicherheitsfunktionen eingeführt werden, die ohne menschliches Eingreifen oder Computersteuerung aktiviert werden können.

Atomkraft ist sehr teuer. Umstrittene Aussage. Nach Angaben des britischen Handels- und Industrieministeriums sind die Kosten für die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken nur höher als der Gaspreis und zehn- bis zwanzigmal niedriger als die von Onshore-Windparks erzeugte Energie. Darüber hinaus macht Uran 10% der Gesamtkosten der Kernenergie aus, und die Kernenergie unterliegt keinen ständigen Preisschwankungen bei Brennstoffen wie Gas oder Öl.

Die Stilllegung eines Kernkraftwerks ist sehr teuer. Diese Aussage gilt nur für früher gebaute Kernkraftwerke. Viele der derzeit vorhandenen Kernreaktoren wurden gebaut, ohne mit ihrer späteren Stilllegung zu rechnen. Beim Bau neuer Kernkraftwerke wird dieser Moment jedoch bereits berücksichtigt. Die Kosten für die Stilllegung eines Kernkraftwerks sind jedoch in den Stromkosten enthalten, für die die Verbraucher zahlen. Moderne Reaktoren sind für einen Betrieb von 40 Jahren ausgelegt, und die Kosten für ihre Stilllegung werden über diesen langen Zeitraum bezahlt und haben daher nur geringe Auswirkungen auf den Strompreis.

Der Bau eines Kernkraftwerks dauert zu lange. Dies ist vielleicht die unmotivierteste aller Behauptungen gegen Atomwaffen. Der Bau eines Kernkraftwerks dauert 4 bis 6 Jahre, was mit der Bauzeit für "traditionelle" Kraftwerke vergleichbar ist. Der modulare Aufbau neuer Kernkraftwerke kann den Bau von Kernkraftwerken etwas beschleunigen.

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