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Phlebosklerotherapie

Phlebosklerotherapie

Die Phlebosklerotherapie ist eine der nicht-chirurgischen Methoden zur Behandlung von Krampfadern, bei der ein spezielles Medikament mit Injektionen in die erweiterten Venen injiziert wird, wodurch diese "zusammenkleben". Wie effektiv und sicher ist diese Behandlungsmethode? Die richtige Antwort auf diese Frage zu finden, wird oft durch eine beträchtliche Anzahl von Mythen über Phlebosklerotherapie behindert, die wir zu entlarven versuchen werden.

Phlebosklerotherapie ist ratsam, nur im Anfangsstadium der Entwicklung der Krankheit anzuwenden. Heutzutage heilt ein qualifizierter Spezialist 90% der Patienten erfolgreich durch Phlebosklerotherapie.

Venen, die während der Phlebosklerotherapie "geklebt" werden, können sich nach einer Weile wieder öffnen. In der Tat gibt es während der Sklerotherapie eine chemische Verbrennung, die das Endothel der Venen zerstört. Gleichzeitig verwandeln sich die Venen in Narbenstränge, die sich im Laufe der Zeit nur auflösen und nicht rekanalisieren können.

Die chirurgische Venenentfernung sorgt für eine dauerhaftere Wirkung. Nein, die klinische Wirksamkeit der Phlebosklerotherapie und der operativen Phlebektomie ist absolut identisch.

Krampfadern treten auf, wenn tiefe Venenklappen nicht richtig funktionieren. Missverständnis. Der Durchmesser der oberflächlichen Venen nimmt zunächst zu, wodurch die Schließfunktion der darin befindlichen Ventile gestört wird. Die Ursache für die Dehnung der Venenwand oberflächlicher Venen ist eine erbliche Unzulänglichkeit elastischer Fasern. Aus diesem Grund treten Krampfadern auf. Die tiefen Venen in den Muskeln sind im normalen Verlauf der Krampfadern nicht betroffen. Nur beim postthrombophlebitischen Syndrom kann sich ein tiefes Venenklappenversagen entwickeln, das zur Entwicklung eines dauerhaften Ödems der unteren Extremitäten (Elefantiasis) führt.

Die Phlebosklerotherapie wird bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Atherosklerose obliterans) sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Es ist zu beachten, dass die Phlebosklerotherapie im Gegensatz zur üblichen Operation nicht sofort in einem Krankenhaus, sondern teilweise ambulant durchgeführt wird. Daher ist diese Art der Behandlung kein Stressfaktor für den Körper und kann den Zustand von Patienten mit schweren Begleiterkrankungen nicht verschlechtern. Auch eine Phlebosklerotherapie ist für schwangere Frauen und stillende Mütter nicht kontraindiziert.

"Thrombovar" und "Fibrovayne" für die Phlebosklerotherapie sind völlig unterschiedliche Medikamente. Tatsache ist, dass beide Arzneimittel Natriumtetradecylsulfat unter Zusatz von 5% Alkohol sind und daher völlig identisch sind.

Die Laserbehandlung ist für den Körper viel einfacher und besser verträglich. Es ist zu beachten, dass die Entfernung von Venen mit einem Laser Elemente einer herkömmlichen Operation umfasst: Anästhesie und Einschnitte an den Beinen, gefolgt von der Einführung eines Lasers in die geöffneten Venen, durch die ein thermischer Effekt auf die Innenwand der Venen erzeugt wird. Eine solche Operation führt dazu, dass die Venen zusammenwachsen und der Blutfluss durch sie stoppt. Die Laserbehandlung ist technisch viel traumatischer und komplizierter als die Phlebosklerotherapie und entspricht hinsichtlich der kosmetischen Wirkung einer herkömmlichen Operation. Darüber hinaus können bei der Laserentfernung (wie bei jeder Operation) Komplikationen auftreten, die bei der Phleboskleroskopie praktisch nicht vorhanden sind.

Nach der Phlebosklerotherapie können Sie alles essen, was Sie wollen. Völlig falsche Meinung. Eine Person, die zu Krampfadern neigt, benötigt eine spezielle Diät. Zunächst sollten Sie Lebensmittel meiden, die die Blutstagnation im Beckenbereich und im Darm fördern. Sie müssen auch die Verwendung von Salz und Zucker, Mehlprodukten, Konserven, geräuchertem Fleisch und alkoholischen Getränken einschränken.

Menschen mit Schwellungen der Beine haben keine Krampfadern. Im Gegenteil, es passiert. Meistens sind es Krampfadern, die eine Schwellung der Beine verursachen, nur bei Ödemen sind Krampfadern oft nicht erkennbar.

Nach Abschluss einer Phlebosklerotherapie sollten Sie nicht ins Fitnessstudio, in die Sauna oder ins Bad gehen oder ein zu heißes Bad nehmen. Diese Meinung ist nicht ganz richtig. Mäßige körperliche Aktivität und Sport sollten nicht aufgegeben werden. Sie müssen nur die Last richtig verteilen und dabei Leichtathletik, Radfahren oder Training auf stationären Fahrrädern bevorzugen. Schwimmen ist eine ideale Option für Patienten mit Krampfadern. Aber ein Bad, eine Sauna und ein heißes Bad sollten wirklich nicht missbraucht werden. Eine Kontrastdusche kann besonders in der heißen Jahreszeit von viel größerem Nutzen sein.

Krampfadern sind eine Krankheit von Sportlern. Nein, nur Sportler sind äußerst selten anfällig für diese Krankheit. Die Ausnahme bilden Basketball- und Fußballspieler.

Schau das Video: Injektion des Schaums in die erkrankte Vene bei der Schaum-Sklerotherapie unter Ultraschallkontrolle (September 2020).